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Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern

670: Wie Deutsche mit ihren Nachbarn kommunizieren

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern

Cari, Manuel und das Team von Easy German

Language Learning, Education, Courses

4.81.1K Ratings

🗓️ 16 June 2026

⏱️ 37 minutes

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Summary

Diese Podcast-Episode ist auch als Video mit Untertiteln auf YouTube verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=54Oc03D4sI0

 

Joab Nist sammelt und veröffentlicht auf seinem Profil Notes of Berlin täglich schriftliche Beschwerdezettel, die in Berliner Nachbarschaften gefunden werden. Heute zeigt er uns ein paar der lustigsten, seltsamsten und ruppigsten Zettel aus Berliner Hausfluren. Es geht um Partygarnelen, vergessene Pakete, laute Musik, Knoblauchgeruch, Trompetenübungen und die berühmte Berliner Schnauze. Dabei fragen wir uns: Sind diese Nachrichten einfach unfreundlich – oder manchmal auch ziemlich charmant?

 

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Thema der Woche: Nachbarschaftskommunikation in Deutschland

Notes of Berlin:

 

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Transcript

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Hallo, willkommen zurück im Easy German Podcast. Hallo Manuel. Hallo Kali. Und Hallo an unseren Gast, Yo-Up. Ja, Hallo von meiner Seite. Wir haben heute einen besonderen Gast im Easy German Podcast.

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Deutsche... Und Hallo an unseren Gast, Yo-Up. Ja, hallo für meiner Seite.

0:25.0

Wir haben heute einen besonderen Gast im Easy German Podcast.

0:29.4

Deutsche Lieben ist ja Feedback zu geben.

0:32.0

Da haben wir hier schon öfters darüber gesprochen.

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Und eine besonderes Skurile Art des Feedbacks ist die Nachricht an die Nachbarn,

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die man in den Haus flurhängt.

0:43.0

Solche Notizen und andere sammels du, Yo-Up in deinem Blog und Instagram account notes of Berlin? So ist das. Wie lange ist schon? Ja, auf Instagram mittlerweile jetzt auch schon fast zehn Jahre. Also ich glaube, ich bin ja nicht so oft auf Instagram, aber dir folge ich wirklich schon seit vielen Jahren. Notes of Berlin, da gibt's wirklich lustige Fotos. Und wir werden heute mal die interessantesten vielleicht besprechen zum Thema Nachbarschaftskommunikation. Wie hast du denn angefangen damit? Also Leute in Berlin hängen gerne Zettel auf. Wann ist dir das zum ersten Mal aufgefallen, dass man da aus mehr machen könnte? Ich komme ursprünglich gar nicht aus Berlin, sondern aus München. Und als ich damals vor über 15 Jahren von München nach Berlin gezogen bin, ist mir halt aufgefallen im Vergleich zu München zettelt diese Stadt Berlin sehr viel. Zettelt. Das ist ein interessantes Wert. Was bedeutet das? Das heißt, dass sie im öffentlichen Raum überall Notizen hinterlässt. Sozusagen ungefragt, die Stadt nimmt sich, die Bürger hier, die Bürger nehmen sich das Recht raus, einfach das, was sie beschäftigt mitzuteilen. Und das kannte ich jetzt so aus dem Stadtbild von München eigentlich nicht. Ah, es ist eigentlich ein bisschen wie früher in der Schule.

2:06.0

Da hat man auch Briefe ausgetauscht im Unterricht. Aber das ist privat. Das ist privat. Und in Berlin macht man das, in dem man sie an eine Laterne klebt oder den Nachbarn an die Tür. Oder auf einen Drucker befangen wir direkt an mit einem Beispiel. Jemand, das ist typisch Berlin, oder? jemand stellt ein Gerät oder irgendwas, was er oder sie nicht mehr braucht. Auf die Straße oder eine Hausflur und macht eine Notiz dran. Hier steht, es ist nicht effekt. Druck einfach nicht mehr. Und dann hat jemand anderes drunter geschrieben, also doch effekt. Ja, das ist sehr Berlin. Zum einen ist ja so, ich glaube, das kennt man, wenn man durch Berlin spaziert, dass man gefühlt am Tag, was ein Erwohnung dreimal neu einrichten kann. Man findet so viele Gebrausgegenstände, die jemand verschenkt, sozusagen oder eben einfach kein Bock, hat sie vielleicht zu entsorgen. Und das ist ein schönes Beispiel, weil da ja quasi sofort irgendwie auch ein Dialog schon fast entsteht. Und ja, so ein bisschen blinerschnautze. Man gibt noch gleich seinen Senf dazu. Offensichtlich hat die Person vielleicht das Gerät erst mal versucht zu verwenden, funktioniert nicht. Wenn man genau hinkuckt, könnte man vermuten, dass es vielleicht sogar auch ein Scanner ist. Deswegen steht das Ding da draußen, weil Druck halt nicht mehr, aber vielleicht Skent ist ja noch, aber ist auch völlig egal, weil es ist einfach wunderschönes Beispiel, wie Berlin einfach kommuniziert. Übrigens, diese Episode gibt es auch als Video auf YouTube. Die meisten unserer Episoden gibt es nur als Audi version im Podcast, aber diese Bilder könnt ihr auch jetzt verfolgen auf YouTube. Ja, bitte jetzt wechseln auf YouTube, damit ihr die Bilder seht. Wir werden sie aber so gut wie möglich beschreiben. Jörg, du hast gerade Berliner Schnauze gesagt, was ist denn das, wenn man das noch nie gehört hat? Ja, ich glaube, die Berliner Schnauze steht so ein bisschen sinnbildlich für eine Art, wie man sich in Berlin auch ausdrückt. Mhm. Ähm, etwas Direktor, vielleicht auf den ersten Anschein hin weniger charmant, aber sehr ehrlich. Auf den zweiten, 90 mal auch. Ja, auf den zweiten vielleicht auch. Aber es ist sozusagen... Es ist so ein bisschen In-your-Face. Und... Man muss es aber lernen, nicht persönlich zu nehmen. Weil ich glaube, dass die Blinerschnauze als solches nicht gegen dich persönlich gerichtet ist. Und dann ist es einfach eine Form, die man sich hier in Berlin über die vielen Jahre angeeignet hat, zu kommuniz. Und ich glaube, die ist auch ganz notwendig, weil... Warum gibt es die Berliner Schnauze? Ja, weil Berlin einfach auch eine Stadt ist, in der man sich vielleicht auch ein bisschen durchsetzen muss, ein bisschen Gehör verschaffen möchte. Ja. Und ja, da macht dann halt der Ton ein bisschen die Musik. Okay, interessanter Tech-Train hat dich so noch nicht gehört. Ich, ich als auch nicht belienere, nehme das auch oft als unfreundlich war. Ich find's aber auch mittlerweile, hab ich auch ein Gefühl von Heimat, wenn ich in ein Geschäft komme und mich jemand anschnautst. Wir gucken mal, was so der Ton in den Nachrichten und den Zetteln auf der Straße ist.

5:25.9

Hier haben wir erstmal was freundliches. Das ist so, glaube ich, so die für mich auch schon in als ich in Münster gelebt habe. Soe ich die Zettel haben wir oft geschrieben. Man möchte gerne eine Party ankündigen und bittet um Verständnis hier in einer besonders humorvollen Form. Liebe Nachbarn, es könnte am Samstag etwas lauter werden. Haben Partiganälen gekauft. Wir bitten um euer Verständnis. Grüße! Und die Namen sind geschwärzt. Was sind Partiganälen? Ja, es fragst du mich. Niemand weiss es. Deswegen ist der Zettel lustig, weil was zu Hölle sind Party-Ganälen? Ja, ich glaube, das sind große Ganälen. Ja. Aha, es gibt's wirklich. Ich glaube, die heißen wirklich so. Party-Ganälen sind die, kann man snacken auf einer Party. Ja, okay. Aber was sie eigentlich sagen wollen, wir feiern eine Party und es könnte er lauter werden.

6:25.0

Manuel hast du schon mal so einen Zettel an die Nachbarn geschrieben?

6:27.7

Aber ich, aber es ist schon sehr lange her, in mal einen Anfang, mit Anfang 20 habe ich auch Partys zur Hause veranstaltet und dann solche Zettel geschrieben. Schreibst du solche Zettel noch, Joach? Gibt's bei dir Partys zu Hause? Ich mache jetzt auch nicht mehr so viele Privatparties, aber ich habe früher als ich in einer Wohngemeinschaft gewohnt habe, natürlich auch solche Zettel geschrieben.

6:47.4

Das muss man machen wegen Hausfrieden und so. Also man will sie es mit den Nachbarn ja nicht irgendwie verschärzen. Und das ist jetzt ein völlig harmloser Aushang, der ist ja einerseits humorig und andererseits irgendwie lieb geschrieben. Lieb geschrieben, da gibt es auch noch viel härterere Beispiele, wo

7:25.0

einer sei. einerseits Humorik und andererseits irgendwie lieb geschrieben. Da gibt es auch noch viel härterere Beispiele, wo einerseits dann auch vielleicht kommentiert wird. Im 22 Uhr ruf ich die Polizei, wenn ich Ruhe ist oder andere schreiben gar nicht es, liebe Nachbarn, sondern nur Hallo Haus. Morgenkompaläute wird lauter, es gibt es auch. Also da ist so ganz um... Das halt auch mal ein schöner Einblick,

7:46.5

so wie funktioniert hier die Hausgemeinschaft auch? Ja. Der Klassiker ist, dass man schreibt, wenn ihr nicht schlafen könnt, weil es so laut ist, dann kommt doch einfach um einen Bier, auf einen Bier vorbei und trinkt mit, dass schreiben viele Leute drauf. Ja, das stimmt doch nicht. Das ist clever, das drauf zu schreiben,

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weil ich glaube, wieder die Nachbarn haben Bock vorbei zu kommen. Aber man fühlt sich sozusagen indirekt eingeladen. Dann ist es natürlich noch schwieriger, die Polizei zu rufen, weil man hatte ja die Gelegenheit eigentlich mitzufeiern. Hier in diesem Büro ist das passiert. Wir haben hier mal eine Partie gefeiert, so laut, dass die Nachbarn oben drüber nicht schlafen konnte.

8:05.9

Und die stand dann tatsächlich bei uns in der Küche und wir dachten, die beschwert sich, die will, dass wir ruhig sind, aber sie meinte, nein, wenn ich schon nicht schlafen kann, trinke ich mit euch im Bier. Die hat dann einfach mit gefeiert. Ja, nein, das kann funktioniert, das kann funktioniert. Wenn es dann etwas zu wild wird bei der Party, dann könnte es manchmal direkt im Treppenhaus geben.

8:27.0

Dieser Nachricht ist wahrscheinlich nach einer Party entstanden. Kann jemand bitte seine Korte aus dem Treppenhaus entfernen? Das wäre mega. Danke, Herzchen, Herzchen, Herzchen. Was ist Korte? Das ist nicht mein Job, dass ich diese Rockabel hier erkläre. Also das könnte sein, dass das... Heim sich jemand übergeben nach vermutlich zu viel Alkoholkonsum im Treppenhaus, vermutlich ein Gast auf dem Nach Hauseweg. Ja. Und dann wurde das nicht gesäubert. Genau. Was macht man dann in so einem Moment? Man schreibt eine nette Nachricht an die Nachbarn. Wie würde es sagen, ist freundlich formuliert oder? Ja, also diese Nachricht für den größten Respekt. Ich weiß nicht, ob ich die Nachricht so schreiben würde, wenn wir mir im Hausflur kurz liegt, ob ich mich da bedanken würde, dass jemand das wegmacht. Es gehört sehr irgendwie selbstverständlich eigentlich. Aber ja, es ist also sehr sch�mant formuliert. Ich würde sagen, es ist vielleicht der erste Schritt vor der möglichen Eskalation, weil wenn die kurzen nicht weggemacht wird, kann man ja dann den Ton ein bisschen ändern. Aber in dem Fall, vielleicht, kennt man die Leute, die die Partie gefeiert haben oder insgesamt, will man in dem Haus ein bisschen freundlicher miteinander kommunizieren. Da gibt es auch ganz andere Beispiele, wenn da jemand erbrochen das hat liegen lassen, aber ich finde, das ist eine verdientel wirklich, das hat wirklich Stil, nur sagen. Also die Menschen schicken dir diese Fotos, wenn sie sie machen, wenn sie solche Zettel entdecken, machen sie ein Foto, schicken sie dir und du veröffentlicht sie dann auf deinem Instagram-Kanal und deinem Blog und mittlerweile auch in einem Buch. Ist das richtig? Ja, genau. Also das Prinzip, in Not zu belinnen, lebt wirklich ganz stark davon, dass die Leute da draußen jeden Tag mitmachen.

10:26.0

Das heißt, ich gucke ja selber auch jeden Tag, aber ich kann ja nicht überall in der ganzen Stadt sein und das heißt, je mehr mitmachen, umso mehr kann man auch das echte Belienen, die echte Zettelwirtschaft sozusagen wirklich dokumentieren. Und ja, ich kurretiert es dann, Es ist halt mir persönlich wichtig, dass die Notizen alle irgendwie ein gewisses Alleinstellungsmerkmal haben. Also nicht jede Notiz kommt auf die Aufbündnommen in die Sammlung. Es gibt ganz viele, die sind einfach zugewöhnlich und da würden wir alle einschlafen, wenn wir die lesen. Weil das haben wir schon zu oft gehört oder es braucht etwas, was ein bisschen das Gefühl gibt. Hier ist mal wieder ein spannender Einblick in eine kleine Lebenswelt. Man sieht ja auch, es sind ja auch immer Geschichten dahinter den Notizen, ne? Dildo und Armband, uhr gefunden. Das ist der Tüll von deinem ersten Buch. Notizen aus dem Großstadt, Dschungel. Und das zweite Buch, was ist da der Tüll? Ja, Ja, macht ihr Trumpete spielen Spaß. Warum lernt es so ist dann nicht? In den Briefkasten reingesteckt. Ja, es ist... Aha, weil im Moment das müssen wir erklären. Also, das war ein Brief von einem Nachbarn an einen anderen Nachbarn. Vermute ich. Und diese Person spielt Trumpete... Aber schlecht. Aber schlecht. Und dann ist das... Ja, ist eine sehr ironie da drin. Ein sehr passiv aggressiver Kommentar, sozusagen. Genau. Das ist quasi ein Original-Nodes. Und jemand hat diesen Zettel geschrieben und offensichtlich weiß, die Person, wer die Trumpete die Trumpeten spielte Person ist im Haus. Und dann verzuklingeln den Zettel einfach in den Briefkasten.

12:07.8

Dann kannst du erstens alle im Haus sehen.

12:10.1

Und an den Briefkasten. Das ist an den Briefkasten. Ah, nicht in. Na ja, so. Wir haben geheftet, so heise. Wir haben sie mal dran gesteckt. Ist ja eine Klappe. Es ist keine Montage.

12:21.0

Spannend.

...

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