meta_pixel
Tapesearch Logo
Log in
Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern

666: Raus aus dem Hamsterrad

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern

Cari, Manuel und das Team von Easy German

Education, Courses, Language Learning

4.81.1K Ratings

🗓️ 2 June 2026

⏱️ 30 minutes

🧾️ Download transcript

Summary

Manuel ist zurück von einem Meditationsretreat, bei dem er fünf Tage lang geschwiegen und achtsam gelebt hat. Cari hat Deutschland mal wieder mit dem Fahrrad durchquert und berichtet über intensive Gefühle. Wir beide sind uns einig, dass es ab und an gut tut, ganz alleine zu sein. Zum Abschluss empfiehlt uns unser Hörer Andrzej ein Video über das Leben in der Großstadt.

 

Transkript und Vokabelhilfe

Werde ein Easy German Mitglied und du bekommst unsere Vokabelhilfe, ein interaktives Transkript und Bonusmaterial zu jeder Episode: easygerman.org/membership

 

Sponsoren

Hier findet ihr unsere Sponsoren und exklusive Angebote: easygerman.org/sponsors

 

Das ist schön: Achtsamkeit (Manuels Vipassana-Retreat)

 

Das ist schön: Gefühle fühlen (Caris Fahrradtour)

 

Empfehlung der Woche

 

Support Easy German and get interactive transcripts, live vocabulary and bonus content: easygerman.org/membership

Transcript

Click on a timestamp to play from that location

0:00.0

Bevor wir anfangen, noch ein wichtiger Hinweis. Wir haben dieses Jahr zwei Podcast Live-Events. Zwei mal könnt ihr uns live zuschauen beim Podcasten und sogar mitmachen. Und die erste Möglichkeit ist nächste Woche in Köln. Am 12. Juni nehmen wir unseren Podcast auf in Köln. Ihr könnt live dabei sein im Publikum.

0:28.0

Tickets gibt's unter.

0:30.0

Easy German.org slash Meetups.

0:34.0

Wir freuen uns wahnsinnig, wenn ihr dabei seid und uns nächste Woche in Köln trifft. Hallo Manuel! Hallo, Karie! Huch! Was war denn das? Das ist unsere Intro-Musik, die kennst du doch.

1:05.0

Aber ich wurde vergessen von letzter Woche, wie die klang. Und wie geht's dir heute? Sehr gut, wie geht es dir in dieser schönen Episode mit einer...... ähm... mit einer Schnapszahl? Ist das eine Schnapszahl? Ich glaube, 6, 6, 6 ist unter anderem...... unter anderem eine Schnapszahl. Und was ist eine Schnapszahl? Trinkt man da Schnaps?

1:27.6

Ich meine das haben wir hier schon...

1:29.1

Irgendwann... 6, 6 ist unter anderem eine Schnapszahl. Und was ist eine Schnapszahl? Trinkt man da Schnaps? Ich meine, das haben wir hier schon irgendwann mal erwähnt eine Schnapszahl. Nee, haben wir nicht. Sagt meine Transkript-Suche. Eine Schnapszahl ist eine Zahl, die zwei oder mehr wiederholende Ziffern hat. Also die 44, die 180.

1:49.1

Wobei. oder mehr wiederholende Ziffern hat. Also die 44, die 188, die sind Deutschland unpopular geworden. Wissen vielleicht aber nicht alle, wofür die 88 steht in Deutschland? Ja, das ist so eine Co-Zahl unter Neonazis, weil 8 der 8. Buchstabe im... Weil das H, der 8. Buchstabe im Alphabet ist und... Genau.... 88 bedeutet dann sozusagen H, H und das, wiederum bedeutet den Hitler groß. Genau. Und ich vermute immer, wenn ich irgendwo die 88 sehe, hab ich glaube ich schon mal irgendwann erzählt, wir haben ein H-Studio 88 auf unserer Straße oder in der Nähe. Und... Also ein Friseur. Genau, und ich dachte, wie kann man sich denn in Deutschland... Also, da kann man sich nicht unbewusst so nennen. Also, am Ende ist man... macht man das, weil man wirklich noch an die Nazis glaubt. Oder weil man einfach überhaupt nicht weiß, was es mit dieser Zahl auf sich hat. Was wahrscheinlich ist. Okay, ist, warum soll man das wissen? Das lernt man jetzt auch nicht in der Schule. Da sagen das ist schon etwas, was die meisten Deutschen wissen. Aber bei diesen besagten H-Studio ist die Hausnummer auch 88. Okay, wir begrüßen euch jedenfalls zu Episode 666 des Easy German Podcasts. Und wir haben viele schöne Themen mitgebracht. Das ist schön. Karri, ich hab bei eurer Episode gehört und ihr habt meinen Auftritt hier groß angekündigt. Ja, ich muss sagen, ich bin sehr gespannt, was jetzt kommt. Du warst weg, du warst ja gefühlt, ein halbes Jahr im Schweigel retreat. Das stimmt, so hatte ich für mich auch angefühlt. Und wir wollen jetzt dringend wissen, wie es dort war, Manuel. Ja, ich weiß immer nicht, wo ich anfangen soll, wenn ich von dieser Erfahrung erzähle. Was denk gut. Was so gut oder was so wiest du dir das vorgestellt hast? Genau, also in gut oder schlecht in solchen einfachen Kategorien denk ich gar nicht mehr. Was hast du jetzt eine höheres Denken erreicht? Genau, ich sehe nur noch die Prozesshaftigkeit der Dinge. Schön. Das ist doch positiv. Ja, auf jeden Fall. Okay, also ernsthaft. Es war ein fünftiges Wie-Passana-Retreat, ein Schweigereitreat, ein Meditations-Retreat, ganz kurzer Background vielleicht für die, die das nicht so kennen. Wie passana ist dir das ein Begriff? Nein, nur weil du das hier einmal erwähnt hast, nämlich als wir über unsere Ziele fürs neue Jahr gesprochen haben. Okay, also wie passanar kommt aus dem Buddhismus, bedeutet übersetzt in etwa Einsicht oder ein klare Seen und in der wie passanar Meditation geht es um systematische Selbstbeobachtung. Also du beobachtest, was in deinem Körper und auch in deinem Geist passiert. Ohne die Dinge zu werden, als positiv oder negativ oder gut oder schlecht. Du beobachtest einfach nur sehr achtsam. Und das Ziel, das langfristige Ziel ist, dass man die Dinge so sieht, wie sie wirklich sind. Das ist im Kern wie Passana. Wie Passana ist im Westen sehr bekannt. Also erst mal ist das eine Praxis, die nicht an eine Religion gebunden ist. Also man muss kein Budist sein, um das zu üben und übrigens auch nicht um es zu leeren. Also meine Lehrerin auf diesem Retreat ist jetzt auch keine Budistin gewesen. Aha. Und im Westen ist es sehr bekannt von diesen Retreats, die der SN Goenka gestartet hat und da gibt gibt es in der ganzen Welt gibt es so wie passana Zentren, wo man das nach seiner Lehre, das war also ein führender Lehrer üben kann. Und das ist aber eine sehr, ich sag mal, strenger und systematische herangehensweise. Da müssen es immer zehn Tage sein und es gibt da, glaube ich, sehr, sehr einen sehr, sehr durchstrukturierten Tagesablauf, sehr ganz klare Regeln, welche Schritte man wann macht. Das war auf meinem Retreat nicht so. Es war sehr viel flexiblerweicher. Wir hatten sehr viel unstrukturierte Zeit. Also wir mussten nicht acht Stunden am Tag auf dem Meditationskissen sitzen, sondern wir konnten auch im Wald schwarzieren gehen. Wir konnten auch auf den Boden liegen. So, erst mal. Als Überblick. Okay. Ja, also meine erste Idee wäre, wenn ich jetzt die ganze Zeit, also fangen wir erst mal an mit dem, was da dann passiert. Das heißt, Schweigen heißt, du redest mit keinem. Gibt es Ausnahmen? Ja, gibt es. Das Schweigen hat vor allem den... Die Funktion, das ist dir leichter Feld, dich selbst zu beobachten. Wir waren 25 Teilnehmerinnen und wir waren oft auch in der Gruppe, aber ich musste mich nie auf die anderen fokussieren. Ich musste nicht guten Morgen sagen, ich musste nicht Smoltalk machen. Das ist ja toll. Das gefällt in Deutschen doch bestimmt gut. Das ist tatsächlich für eine bestimmte Zeit dann mal sehr schön, dass man überhaupt keine sozialen Pflichten hat, sondern sich einfach nur auf sich selbst fokussiert. Man darf mit der Lehrerin sprechen oder zumindest war das in meinem Retreat so Und wir hatten auch mehrere einstündige Gruppen, wo wir dann unsere Erfahrung geteilt haben. Also alle zwei Tage hat man sich einmal in der Gruppe mit der Lehrerin über die Erfahrung ausgetauscht, hat auch Fragen gestellt und so. Also es geht nicht darum, dass man auf gar keinen Fall nie etwas sagen darf. Wir haben auch eine Stunde pro Tag 8-Samm gearbeitet, also geputzt und Gemüse gescheht. Das heißt geputzt da oder was? Genau, solche Sachen. Und wenn man sich da jetzt dringend absprechen musste, wo ist der Staubsauger, dann ging das schon auch. Ich wurde auch von zwei easy German Fans erkannt. Die waren nicht teil nicht teilnehmen, die waren dazu besucht, die kam aus der singalesischen Community und waren da zu Besuch, das war nämlich im buddhistischen Haus in Berlin. Und da habe ich natürlich dann auch... Mein Foto gemacht. Kein selfiger macht, aber kurz hallo gesagt und dann gesagt, ich kann jetzt nicht viel reden, aber das war jetzt kein Bruch meines Schweigegelübtes. Also, gelübte musst du nicht ablegen, was ist ein Gelübte? Ja, das kommt so aus der Religion aus so München, die legen ein Gelübte ab, dass sie... Auf viele Leute legen ein Gelübte ab, müssen Polizisten nicht auch ein Gelübte ablegen. Das ist ein Schwur, oder? Ein Schwur ist sehr kulär gelübte, dachte ich immer, dass es religiös wäre. Ich frag mal, meine AI. Also Ordensleute? Ja, mein Schur. Sie legte das Gelübte der Kreuzheit ab. Ja. Ja, okay. Der etwas feierlich verpflichtet. Aber es glaube ich, ich schrei, man muss das religiös. Live research, wenn man das so nennen kann. Ich guck noch mal nach. Nein, ein Gelübte muss nicht religiös sein. Okay, also du war ja auch nicht religiös. Heiratsgelübte zum Beispiel. Ah, interessant.

9:45.4

Ein schwieriges Wort.

9:47.1

Mindestens C2-Niveau.

9:48.2

Kommt das von geloben?

9:49.6

Ja, gelobet. Also ich verspreche. Stimmt, ich gelobet Besserung. Das sagt man im Alltag. Also du hast versprochen, nicht zu sprechen. Genau. Außerdem ist es, gab es auch noch ein paar andere Regeln, sich enthält, Leben zu nehmen oder Lebewesen schaden zuzufügen, was ich auch sehr

10:07.0

gut finde, das bedeutet auch, dass zum Beispiel, dass man sich enthält, Leben zu nehmen oder Lebewesen schaden zuzufügen, was ich auch sehr gut finde. Das bedeutet auch, dass zum Beispiel das Essen größtenteils vegan zum Teil vegetarisch war. Also, du musst es schwören, dass du niemanden tötest während du da bist. Ja, zum Beispiel auch keine Insekten oder so. Okay. Verzicht auf unnötiges Essen nach 12 Uhr. Das war bei uns nicht ganz so hart. Wir hatten abends immer noch eine Suppe und es wäre es auch echt schwierig geworden. Es gibt auch Retreats, wo es nach 12 Uhr wirklich gar kein Essen mehr gibt. Krass. Und Verzicht auf berauschende Mittel, auf Ablenkung, auf mediale Unterhaltung. Es geht darum, dass man dort ist. Kein Handy, kein Bier, was darfst du denn machen? Also du durft es ja auch nichts schreiben wie ich. Also das glaube ich, das was mich, was wegen ich das nicht attraktiv für mich finde. Ich glaube, wenn ich sowas machen würde, wäre es für mich am Wertvollsten, dass ich das mit mir selber verarbeite und z.B. darüber schreiben darf. Also tatsächlich war das in meinem Retreat nicht so streng, wie in anderen Es gibt Retreats, wo man auch nichts gar keine Notizen machen, soll oder darf. Bei uns war das nicht so stregt, aber der Idee oder der Hintergrund und das gilt, galt bei uns schon auch, ist, machst du das, um von deiner Achtsamkeit abzulenken oder hilft es dir? Und wenn es dir hilft, dann ist es okay, grundsätzlich ist alles okay, was dir in dieser Praxis hilft. Aber die Achtsamkheitspraxis, die wir da gelernt und geübt haben, die hat mit Gedanken eigentlich nicht so viel zu tun. Also eigentlich haben wir die ganze Zeit geübt, wenn wir uns in Gedanken verlieren, wenn wir über Dinge nachdenken, wenn wir planen oder in der Vergangenheit sind, dass wir zurückkommen. In unseren Körper, in unsere Sinne, was sehen wir, was hören wir, was fühlen wir, was riechen wir, und die Gedanken wieder loslassen. Und deswegen gibt es eigentlich auch nicht viel aufzuschreiben, weil die Idee ist nicht, dass du mental Dinge verarbeitest. Okay, was ist, wenn du jetzt denkst, mein Herzschläg zu schnell ist das noch im richtigen Rhythmus? Also, das sind solche Gedanken kommen dann auf. Du achtest dann zum Beispiel auf dein Herz, auf dein Bauch und nimmst sie dann zum ersten Mal viel intensiver war. Generell, also alles wird intensiver. Also erst mal kann ich vielleicht berichten. Der erste Tag war der absolute Horror für mich. Der Horror, du hast dir das doch gewünscht. Ich hab mir das vorgenommen. Ach so, du ist gar nicht dein Traum, das zu machen. Also mein Traum würde ich jetzt nicht sagen, aber ich hatte das Gefühl, dass das hilfreich sein könnte für mich. Und der erste Tag, ich hab gleichzeitig noch mit dem Kaffee aufgehört. Warum? Weil ich ehrlich gesagt dachte, es gibt da kein Kaffee, weil das auf den meisten Retreats auch so ist, ich hätte sogar Café trinken können.

13:05.9

Dort ist Garp, dort T und Café. Aber irgendwie hatte ich mich dann mental darauf vorbereitet und wollte das dann auch. Warum hast du dann nicht ein paar Tage vorher mit dem Café aufgeht? Das war mein Ziel, aber ein paar Tage vorher hab ich noch gearbeitet und start nicht geklappt. Und dann sah es sich da in diesem ersten Tag mit einem unglaublichen Kopf schmerzen.

13:26.7

Und die Zeit, wenn du von schnelles Leben, wie wir es manchmal haben, zu, du stehst um 5 Uhr 45 auf und gehst um 9 Uhr 30 ins Bett. Und dazwischen passiert nichts. Also du sitzt und meditiert und das gibt ein paar, also ein bisschen Input von der Lehre natürlich. Die Zeit vergeht sehr, sehr langsam. Dann hattest du aber deine Gedanken noch nicht losgelassen. Definitiv nicht. Das hat gedauert und das habe ich natürlich auch nicht. das ist der Sinn oder das Ziel ist nicht,

14:06.5

dass man irgendwann keine Gedanken mehr hat,

14:08.9

sondern dass man übt, immer wieder festzustellen,

14:12.1

hey, ich habe mich hier verloren und zurückzukommen in seine Achtsamkeit.

14:15.7

Das hat bei mir ab dem zweiten und dritten Tag dann schon viel besser funktioniert.

14:20.3

Und am Ende dritter vierter, fünfter Tag,

14:24.5

da wurde mir wirklich klar zum ersten Mal in meinem Leben, Das ist ein sehr schönes, sehr schönes, sehr schönes, sehr schönes, sehr schönes, sehrcher zu diesem Thema und ich habe durch diese intensiven fünf Tage zum ersten Mal das Gefühl, dass ich verstanden habe, worum es überhaupt geht.

14:48.0

Und worum geht es?

...

Transcript will be available on the free plan in 26 days. Upgrade to see the full transcript now.

Disclaimer: The podcast and artwork embedded on this page are from Cari, Manuel und das Team von Easy German, and are the property of its owner and not affiliated with or endorsed by Tapesearch.

Generated transcripts are the property of Cari, Manuel und das Team von Easy German and are distributed freely under the Fair Use doctrine. Transcripts generated by Tapesearch are not guaranteed to be accurate.

Copyright © Tapesearch 2026.